Standard vs. Renju
Warum mehr als ein Regelwerk?
Gomoku bevorzugt Schwarz (den ersten Spieler). Standard lässt diesen Vorteil bestehen, zählt aber nur GENAU fünf als Sieg. Renju schränkt stattdessen Schwarz mit verbotenen Zügen ein, um den Vorteil auszugleichen.
Siegbedingungen
Standard: Genau fünf in einer Reihe gewinnt; sechs oder mehr (eine Überlinie) sind weder ein Sieg noch verboten — das Spiel geht einfach weiter. Renju: Schwarz muss genau fünf bilden, um zu gewinnen; Weiß gewinnt mit fünf oder mehr, Überlinien eingeschlossen.
Schwarz' verbotene Züge (nur Renju)
Standard kennt überhaupt keine verbotenen Züge — Schwarz und Weiß dürfen überall spielen. Renju verbietet Schwarz (und nur Schwarz) einen Doppel-Drei (ein Zug, zwei offene Dreier), einen Doppel-Vier (ein Zug, zwei Vierer) oder eine Überlinie (sechs oder mehr in einer Reihe). Auch in Renju hat Weiß keine verbotenen Züge.
Gleiche Stellung, unterschiedliche Bewertung
Unten ist ein Punkt zu sehen, an dem Schwarz sechs Steine in einer Reihe verbinden würde. Unter Standard hat das überhaupt keine besondere Wirkung — kein Sieg, nicht verboten, das Spiel geht einfach weiter. Unter Renju ist es eine Überlinie, verboten — Schwarz darf dort nicht spielen.
Zusammenfassung
Standard hält die Regeln einfach, lässt Schwarz' Vorteil des ersten Zuges aber bestehen; Renju schränkt Schwarz für ein ausgeglicheneres Spiel ein — auf Kosten einer längeren Liste von zu lernenden Regeln zu verbotenen Zügen. Die vollständigen Regeln und durchgerechnete Beispiele findest du im Leitfaden „Verbotene Züge in Renju“.